Helfen Tabletten gegen Nagelpilzinfektionen? Gibts es Alternativen?

Eine Nagelpilzinfektion ist nicht nur unangenehm und hartnäckig, sondern kann die Betroffenen psychisch belasten. Deswegen wünscht man sich eine wirksame und zuverlässige Behandlungsmethode, um gegen den Nagelpilz vorzugehen. Tabletten gegen Nagelpilz bieten sich in diesem Fall an, weil sie effektiv von innen heraus die Erkrankung behandeln. Ob eine Behandlung mit Tabletten empfehlenswert ist, entscheidet der Hautarzt. Ist eine Behandlungsmethode mit Tabletten notwendig, so werden meistens Medikamente mit den Wirkstoffen Itraconazol (z.B. Sempera), Terbinafin (z.B. Lamisil) oder Griseofulvin (z.B.Griseo) verschrieben. Bei einer hartnäckigen Nagelpilzinfektion kommen Tabletten mit dem Wirkstoff Fluconazol (z. B. Diflucan) zum Einsatz. Im Folgenden erfahren Sie, wie man einen Nagelpilz erkennt und behandelt. Außerdem wird erklärt, wie die Tabletten wirken und welche Vor- und Nachteile die Einnahme der Medikamente mit sich bringt. Zuletzt wird auf die homöopathischen Alternativen und andere natürliche Behandlungsmethoden eingegangen.

Nagelpilz erkennen und behandeln

Bevor Sie zur Apotheke oder zum Arzt gehen, sollten Sie einen genauen Blick auf Ihre Nägeln werfen. Es handelt sich dann um einen Nagelpilz, wenn die Nägeln brüchig sowie weißlich-gelblich oder sogar bräunlich verfärbt sind. Außerdem kann es auch zu verdickten Nägeln kommen, die ihre Form verändert haben. Der infizierte Teil des Nagels kann sich vom Nagelbrett ablösen. Wenn die Infektion frühzeitig erkannt wird, so kommen Nagellacke und Cremes gegen Nagelpilz zum Einsatz. Diese werden auf die betroffenen Stellen aufgetragen und sind rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Zu einem Arzt sollten Sie gehen, wenn bei Ihnen mehr als drei Nägel oder mehr als zwei Drittel der Nagelplatte zur gleichen Zeit infiziert sind. In diesem Fall sind Tabletten zum Einnehmen ratsam.

Die Wirkung der Tabletten

Die Tabletten werden oral eingenommen, sodass der Wirkstoff in den Magen-Darm-Trakt gelangt. Daraufhin nehmen die Schleimhäute den Wirkstoff auf und er wird über den Blutkreislauf weiter transportiert. Durch die Einnahme hemmen die Medikamente das Wachstum der Pilze oder töten sie ab. Meistens wird eine Nagelinfektion mit verschreibungspflichtigen Tabletten mit den Wirkstoffen Terbinafin und Itraconazol behandelt. Oft sind Hautpilze für die Infektion verantwortlich. Hier kommt eine Behandlung mit Terbinafin in Frage. Eine Erkrankung des Nagels durch einen Hefe-oder Schimmelpilz wird mit Itraconazol behandelt. Fluconazol hingegen wird nur dann verschrieben, wenn andere Behandlungen erfolglos sind oder andere Medikamente nicht eingenommen werden können.

Dosierung und Einnahmedauer

Werden die Medikamente durchgehend eingenommen, so muss die Dosierung und Einnahmedauer für die Tabletten eingehalten werden. Für die folgenden Tabletten mit den Wirkstoffen Terbinafin, Itraconazol und Fluconazol gilt Folgendes:

Terbinafin

Die Tabletten mit dem Wirkstoff Terbinafin werden ein Mal täglich (250 mg) eingenommen. Die Einnahmedauer liegt bei maximal 16 Wochen.

Itraconazol

Das Medikament mit dem Wirkstoff Itraconazol soll ein Mal täglich (200 mg) eingenommen werden. Die Einnahmedauer beträgt höchstens 3 Monate.

Fluconazol

Die Tabletten mit dem Wirkstoff Fluconazol nimmt man 1 Mal wöchentlich (150 mg) ein. Damit die Behandlung effektiv und wirksam ist, muss das Medikament 6-12 Monate lang angewendet werden.

Vorteile

Im Gegensatz zu Medikamenten zur lokalen Anwendung (Nagellacke und Cremes), helfen Nagelpilz-Tabletten auch bei schweren Formen von Nagelpilz. Zusammen mit der lokalen Therapie kann eine erfolgreiche Behandlung stattfinden. Die Nagelpilzinfektion ist ein schleichender Prozess, der sich nach und nach ausbreitet. Wird auf die Nägel nicht achtet, so übersieht man die ersten Symptome der Erkrankung. Wenn eine Behandlung mit Medikamenten (Lack, Creme) nicht mehr möglich ist, so sind Nagelpilz-Tabletten die Lösung.

Nachteile

Nagelpilztabletten sind zwar effektiv und wirksam, aber sie haben auch ihre Nachteile. Zuerst muss der Hautarzt eine Pilzkultur anlegen, damit der genaue Erregertyp bestimmt werden kann. So kommt es unter Umständen zu einer Verzögerung der Behandlung. Darüber hinaus dauert die Einnahme der Nagelpilz-Tabletten mehrere Monate. Also ist eine schnelle Behandlung nicht möglich. Des Weiteren kann es durch die Medikamente zu zahlreichen Neben- und Wechselwirkungen kommen. Folgende Nebenwirkungen sind bekannt:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Hautausschläge
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schwindelgefühle
  • Leberschäden
  • Auswirkungen auf den Geruchs- und Geschmackssinn

Wechselwirkungen

Wenn Sie andere Medikamente einnehmen, dann können unter Umständen Wechselwirkungen mit den Nagelpilz-Tabletten auftreten. Es besteht ein Risiko bei bestimmten Antidepressiva, Herzmedikamenten, Blutdruckmedikamenten und Säurehemmern. Nimmt man andere Medikamente ein, so ist eine Absprache mit dem Arzt unerlässlich.

Homöopathische Alternativen

Alternativ zu einer Behandlung mit Nagelpilz-Tabletten kann eine homöopathische Therapie gegen die Erkrankung helfen. Hier besteht der Vorteil, dass die Behandlung schonend und natürlich ist. Diese ist aber mit viel Geduld verbunden. Mit dem Heilpraktiker entscheiden Sie sich für das passende Mittel. Bei der Homöopathie darf nur eine einzige Substanz zum Einsatz kommen. Bei der Therapie gilt das Prinzip der Selbstheilung. Das bedeutet, dass durch eine Substanz die Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert werden. Oft wird der Nagelpilz mit Mineralsalzen wie Kalium chloratum oder Kalium phosphoricum behandelt. Diese Salze wirken nicht nur gegen eine Nagelpilzinfektion, sondern helfen auch bei anderen zahlreichen Krankheiten.

Eine homöopatische Alternative gegen den Nagelpilz wäre Zetaclear.

Andere natürliche Behandlungsmethoden

Neben Nagelpilz-Tabletten und homöopathischen Alternativen sind noch weitere natürliche Behandlungsmethode denkbar. Die Schüssler Salze gelten ebenfalls als bewährte Methode gegen die Nagelpilzerkrankung. Calium fluoratum wird innerlich eingenommen oder als Salbe äußerlich aufgetragen. Darüber hinaus wird Silicea gegen Nagelpilzinfektion angewendet. Des Weiteren behandelt man den Nagelpilz mit ätherischen Ölen wie Teebaumöl oder Blutorangennöl. Wenn keine Verbesserung eintritt, ist ein Besuch beim Hautarzt empfehlenswert. So kann er eine passende Behandlung gegen den Nagelpilz finden.

Fazit

Tabletten gegen eine Nagelpilzinfektion sind wirksam uns zuverlässig, um die hartnäckige Erkrankung zu bekämpfen. Es gibt verschiedene Medikamente, die bei der Behandlung eingesetzt werden. Entscheiden Sie sich für Nagelpilz-Tabletten, so ist es wichtig mit dem Hautarzt Absprache zu halten. Darüber hinaus ist die richtige Dosierung und die Einnahmedauer einzuhalten. Der Arzt soll informiert werden, ob Sie andere Medikamente einnehmen und welche sonstigen Erkrankungen Sie haben. So wird sichergestellt, dass es zu keinen Wechselwirkungen durch unterschiedliche Medikamente kommt. Des Weiteren sind zahlreiche Nebenwirkungen bei der Einnahme der Tabletten möglich. Alternativ zu Medikamenten können homöopathische oder andere natürliche Behandlungsmethoden gegen den Nagelpilz zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu klassischen Medikamenten sind diese schonender. Je nach Ausmaß der Erkrankung bieten sich unterschiedliche Behandlungsmethoden an. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist eine Beratung bei Ihrem Hautarzt oder Heilpraktiker zu empfehlen.

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